Bloodshot (Film) | Review

Das Genre Comicverfilmungen hat in den letzten 20 Jahren einen gigantischen Hype erlebt. Vorangig haben Film von Marvel, aber auch DC diese Spielart der Literaturverfilmung in den Mainstream gerückt. Abseits der beiden großen Verlage kamen nur wenige Figuren ins Medium des bewegten Bildes, aber mit Bloodshot betritt ein Vertreter von Valiant Comics/Entertainment die Bühne!


Der US Soldat Ray Garrison erwacht im Hauptquartier des Unternehmens RTS und erfährt, dass ihm nach seinem Tod Nanomaschinen injiziert wurden, die ihn wiederbelebten und mit einem Heilfaktor ausgestattet haben, was ihn zu einem fast unsterblichen Supersoldaten macht. Nur mit fragmenthaften Erinnerungen ausgestattet, jagt er den Mörder seiner Frau, doch die Wahrheit hinter seinem Tod und dem seiner Frau ist anders als gedacht …


Böse Zungen können nun behaupten, Bloodshot sei ein mainstream Actionfilm, basierend auf einer alten Comicvorlage, der eine typische Rachegeschichte erzählt und das stimmt über weite Strecken auch, aber andererseits ist Bloodshot ein durchaus unterhaltsamer Science-Fiction-Actionfilm, der auf einer Metaebene Themen wie Transhumanismus, oder Manipulation behandelt. Die Frage nach dem Selbst ist für Hauptfigur Ray Garrison immer wieder essenziell, wird aber nur oberflächlich angekratzt, um sowohl der Action, als auch der seichten Haupthandlung nicht im Weg zu stehen.

Erzählerisch braucht Bloodshot seine Zeit, um in Fahrt zu kommen, wird aber ab der ersten großen Actionszene unterhaltsamer, wenn auch die Bösewichte klarer definiert werden. Fairerweise muss man aber sagen, dass diese ziemliche Stereotypen sind und sich indirekt selbst als Bösewichte entlarven.

Was Bloodshot am besten macht, sind die Actionszenen und besonders im finalen Showdon zeigt der Film inszenatorisch, was möglich ist, wenn künstlich verbesserte Menschen aufeinanderprallen und sich in ein frühes Grab schicken möchten!

Den Cast kann man als solide bezeichnen, wobei Vin Diesel den Film trägt, allerdings die gleiche Performance vom ruppigen, aber trotzdem rechtschaffenen Supermann spielt, wie in fast all seinen anderen Rollen. Mein persönliches Highlight war Lamorne Morris als der Hacker Wigans, dessen schrullige Art die Handlung auf humoristische Art auflockert.


Zusammengefasst ist Bloodshot sicherlich kein filmisches Meisterwerk, aber ein solider Actionfilm, sobald er in Fahrt kommt, mit ein paar interessanten Themenansätzen. Zu viel erwarten sollte man sich von Bloodshot nicht, ABER wenn man unvoreingenommen in den Film geht und ihn als das akzeptiert, was er ist, ein Science-Fiction-Actionfilm, hat man verdammt viel Spaß mit ihm. Trotz des Unterhaltungswerts von Bloodshot kann ich nur ein sehenswert- vergeben, da der Film einen Tick zu lange braucht, um interessant zu werden.

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

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