Final Fantasy VII Remake | Review | Teil B: Gameplay & Technik

Im ersten Teil meiner Rezension zum Final Fantasy VII Remake haben wir einen Blick auf die Handlung sowie die Charaktere geworfen und jetzt kommen das Gameplay, sowie die Technik dran, inklusive Fazit!


FANTASY VII REMAKE – (c) Square Enix

Im Gegensatz zum eher statischen ATB Kampfsystem setzt das Final Fantasy VII Remake auf ein Actionlastigeres, das etwas an die Tales of Spiele erinnert. Es gibt keine festen Kampfarenen mehr, wodurch man sich frei durch die Areale bewegen kann und effektiv gegnerischen Attacken ausweichen kann, aber auch blocken ist möglich (was ich im ganzen Spiel vielleicht 15 mal gemacht habe). Durch Angriffe auf den Gegner steigt die ATB Leiste, von dem jeder Charakter zwei Balken hat. Sobald ein Balken voll ist, kann eine Aktion ausgeführt werden. Entweder ein normaler Angriff, ein Zauber, eine Techik, oder die Verwendung eines Items. Mächtigere Attacken können auch zwei Balken verbrauchen. Extern dazu gibt es Limits, Spezialtechniken, deren Aktion ohne einen ATB Balken ausgeführt werden können. Um ein Limit starten zu können, muss die „Schadenleiste“ völlig aufgeladen werden. Außerdem gibt es den Schockzustand, in dem Feinde verletzlicher sind, sowie die beschwörbaren Esper, die den Spieler im Kampf unterstützen und mit einem mächtigen Finisher vom Feld gehen, sobald ihre Zeit abgelaufen ist.

Grundlegend fühlt sich der Kampf hervorragend an und dank des Taktikmodus kann man während einer Zeitlupe in Ruhe die Attacken der drei Kämpfer auswählen. Der Spieler selbst steuert einen Charakter, kann jedoch jederzeit hin und her wechseln, was die Dynamik sehr erhöht. Nur die ganzen Heilgegenstände, abseits von Äther und Tränken, sind eher sinnlos, da jede negative Zustandsveränderung nach dem Kampf verschwindet.

Was ebenfalls hervorragend ist, ist das neue Materia-Modifikationsmenü, in welchem man sich ganz nach den eigenen Vorlieben seine Kampfmaschinen basteln kann. So kann man aus Tifa eine schnelle sowie sehr starke Kämpferin machen, Cloud wird ein Allrounder und aus Barret kann man einen Tank basteln, der aus der Distanz den Feinden zusetzt. Natürlich sind dies nur ein paar Beispiel und grundlegend kann jeder Kämpfer nach Belieben gestaltet werden, wobei die grundlegenden Rollen jedoch erhalten bleiben. Mithilfe der einsetzbaren Materia können die Charaktere unterschiedlichste Zauber, Techniken, oder unterstützende Fähigkeiten erlernen. Die Anzahl an einsetzbaren Materia hängt von den Waffen, deren Modifikationen, und der Rüstung ab.

Abseits des Kampfes und dem Entwicklungsbaum bietet das Final Fantasy VII Remake eine Wagenladung an Minispielen, Nebenaufgaben und Beschäftigungen. Immer wieder wechselt das Gameplay vom klassischen Rollenspiel zu Abschnitten mit Fahrzeugen, kleineren Geschicklickeitsaufgaben, oder generellen optionalen Minispielen, die neben einer höheren Frustgrenze auch mächtige Belohnungen bescheren. Gleiches gilt auch für die Nebenaufgaben. Diese fühlen sich allgemein nicht lästig, oder die Spielzeit streckend, sondern in der Welt logisch integriert, an. Dabei werden viele kleine Geschichten erzählt, die zwar in der Spannung schwanken, aber dennoch die Spielwelt vertiefen.

Spielerisch macht das Final Fantasy VII Remake sehr viel Spaß und bietet kaum Platz für Kritik, da sich die verschiedenen Elemente zu einer harmonischen Mischung zusammenfügen.


FANTASY VII REMAKE – (c) Square Enix

Genug vom Gameplay und hin zur Technik. Optisch sieht das Final Fantasy VII Remake grandios aus und begeistert durch opulente Zwischensequenzen, sowie einer lebendig anmutenden Spielwelt. Auch wenn sich hier und da verwaschene Texturen in die Spielwelt einschleichen, trübt dies den positiven Eindruck bedingt, da es Square Enix geschafft hat, aus der Illusion der Großstadt Midgar tatsächlich eine imposante Metropole zu erschaffen. Besonders der Wallmarkt sieht wirklich klasse aus und erinnert an die Spielwelten von Shenmue.

Es gibt aber nicht nur was für die Augen, sondern auch die Ohren. Der neue Soundtrack aus den Federn von Mitsuto Suzuki, Nobuo Uematsu & Masashi Hamauzu bezieht sich angenehm auf das Original und bringt neu aufgelegte klassische Stücke, aber auch viele komplett neue Stücke in das Spiel mit ein, was perfekt zur Atmosphäre passt, sowie die Stimmungen im Spiel geradezu meisterhaft unterstreicht.


Alles in allem ist der erste Teil des Final Fantasy VII Remakes ein hervorragendes Spiel, das qualitativ sehr hochwertig ist und in allen Belangen zu gefallen weiß, wenngleich sich gern mal kleinere Kritikpunkte einschleichen, die das positive Gesamtbild nur minimal trüben. Sowohl Fans als auch Neueinsteiger der Final Fantasy Reihe werden mit diesem Spiel ihre Freude haben und es machte echt Spaß, in diese „neue“ von Final Fantasy VII einzutauchen.

Ich vergebe für das Final Fantasy VII Remake (und ja es ist ein vollwertiges Spiel) die Wertung spielenswert+ !

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

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