Vampire Hunter D: Bloodlust | Review

Eigentlich wollte ich die Anime-Offensive 2020 mit einem Netflix Anime zurückkehren lassen, habe mich dann aber für den großartigen Vampire Hunter D: Bloodlust entschieden, der auf dem dritten Roman der Vampire Hunter D Reihe basiert.


Blutsaugende Kernfakten

Titel: Vampire Hunter D: Bloodlust
Originaltitel: Banpaia Hantā Dī: Buraddorasuto
Regie: Yoshiaki Kawajiri
Laufzeit: 105 Minuten
Release: 2000


In einer dystopischen Zukunft stehen die Vampire, nach einer langen Herrschaft, am Rande der Vernichtung. Baron Meier Link, ein als wenig blutdürstig geltender Vampir, entführt die junge Charlotte. Während ihr Vater den Dhampir D mit der Rettung seiner Tochter beauftragt heuert ihr Bruder weitere Söldner an. Schließlich stellt sich heraus, dass Charlotte garnicht entführt wurde, sondern freiwillig mit ihrem Geliebten fortging. D und Leila schließen einen Pakt, dass derjenige der länger, lebt Blumen auf das Grab des Anderen legen soll. Als das Liebespaar die Burg Chaythe erreicht läuft den Söldnern die Zeit davon und eine weitere Partei schaltet sich ein …


Ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht, dass der Genremix aus Western, viktorianischer Vampirgeschichte und Endzeitszenario so gut funktioniert. Der Film wirkt durch diese Mischung aus verschiedenen Genres weder abstrus noch überladen, sondern bietet eine stimmige Welt, die man auch für ihre Kreativität loben muss. Die Handlung selbst setzt im Genre des Vampir-Horrors zwar keine neuen Akzente, funktioniert aber gut genug um über die gesamte Laufzeit hinweg bei Laune zu halten.

Für das Jahr 2000 ist Vampire Hunter D: Bloodlust erstaunlich gut animiert aber auch inszeniert, selbst im Vergleich mit der Konkurrenz aus der Zeit. Die Atmosphäre schwankt von schaurigem Grusel über brachiale Action bis hin zum bildgewaltigen Abenteuer in einer düsteren Welt. Besonders zum Schluss hin nimmt der Horroranteil zu und erinnert beinah an eine alternative Variante von Castlevania.

Ebenfalls überraschend ist die hochwertige deutsche Synchronisation des Films, welche durch bekannte Sprecher wie Oliver Stritzel oder Christine Stichler glänzt. Grad für das Jahr 2000 ist eine hochwertige deutsche Synchronisation für einen Anime, der nicht vom Studio Ghibli ist, nicht selbstverständlich und äußerst löblich.

Auch der Stil von Vampire Hunter D: Bloodlust verdient eine Erwähnung, da der Film im Look alter Anime der 80er Jahre gehalten ist, diesen aber mit modernen Elementen vermischt, was für eine optische Abwechslung sorgt.


Zusammengefasst ist Vampire Hunter D: Bloodlust kein Meilenstein des Anime und keine Revolution im Vampirhorror ABER dafür ein solider Film, der verschiedene Genres nimmt und aus diesen einen spannenden Mix macht. Die Handlung wirkt manchmal nicht rund aber das Setting, die Synchro sowie die gesamte optische Präsentation wissen zu gefallen und der Genremix rundet das Komplettpaket ab. Wer auf der Suche nach einem unterhaltsamen Anime der frühen 2000er ist und Vampire mag, kann bei Vampire Hunter D: Bloodlust bedenkenlos reinschaun. Ich vergebe ein verdientes sehenswert!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!


Danke an die Unterstützer & Patroni von DerStigler: Hexe, Pitter, JamesVermont

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