Nerd.Ics liest … Harley Quinn – Breaking Glass | Review

Harley Quinn mal ganz anders! Eine Coming-of-age Story mit Highschool Alltag, Rebellion und einem etwas anderen Joker!


Gläserne Kernfakten

Titel: Harley Quinn – Breaking Glass! Jetzt Krachts!
Autor: Mariko Tamaki
Zeichner: Steve Pugh
Seiten: 208
Verlag: DC


Harleen Quinzel zieht nach Gotham City, um bei ihrer Großmutter zu leben. Jedoch als sie dort ankommt, findet sie eine leere Wohnung vor und wird von einer Dragqueen namens Mama, welche sie über den Tod ihrer Großmutter informiert, aufgenommen. Harleen geht locker durchs Leben, muss natürlich an die Highschool gehen und alles deutet auf eine ganz normale Highschool Teenie Story hin, wie wir sie alle aus gefühlt tausenden Filmen aus den frühen 2000ern kennen.
Doch dann freundet sich Harleen mit der rebellischen Ivy an und eine Freundschaft entsteht. Der Charakter Ivy ist für mich der spannendste in diesem Comic, da ich finde, dass gerade bei dem Charakter eine wunderbare Vorbildfunktion bzw ein großer „Lernfaktor“ für Jugendliche drinnen ist.

(c) DC Comics/PaniniInk

Denn schlussendlich sollen die Comics der PaniniInk Reihe ja junge Erwachsene ansprechen. Ivy hinterfragt das System, ist feministisch aufgeschlossen, protestiert gegen die aktuell laufende Stadterneuerung und geigt Typen wie dem Leiter des Filmklubs John Kayne mal ordentlich die Meinung. Wenn ich mir vorstelle, dass junge Erwachsene so einen Comic lesen, finde ich es toll, wenn man ihnen zeigt, dass es auch einen anderen Weg gibt, als immer nur ohne Widerstand mit dem Strom zu schwimmen.

Doch nun weiter in der Story, die eingangs erwähnte Mama, betreibt ein Lokal namens „Mama’s“, in welchem Dragqueens auftreten. Selbiges ist auch von der in Gotham laufenden Gentrifizierung betroffen, was Harleen endgültig auf die Barrikaden treibt, da es ja ihr neues Zuhause ist.
Ich möchte hier auch nicht mehr weiter spoilern, da jeder selber rausfinden soll, wie es mit Harleen weitergeht und warum ich den Joker in diesem Comic mal herzhaft erfrischend anders finde.

(c) DC Comics/PaniniInk

Als Fazit muss ich sagen, der Comic hat mich richtig umgehauen und ich finde es toll, dass sich Bestsellerautoren wie Mariko Tamaki mit solchen Themen in Comics einbringen lässt. Junge Erwachsene auf diese Art mit Themen wie Feminismus, Gentrifizierung, oder auch Toleranz und Respekt gegenüber anderen sexuellen Orientierungen zu „bilden“, finde ich unheimlich toll.

Ganz klare Leseempfehlung! Ein Comic, den jeder in seinem Regal stehen haben sollte!


Vielen Dank an @nerd.ics für diesen tollen Beitrag! Schaut doch mal bei seinem Instagram vorbei!

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