DC-Horror: Der Zombie-Virus | Review | Gruselween Vol. 2 #3

DC-Horror: Der Zombie-Virus ist leider ein relativ dämlicher deutscher Titel, weshalb ich den Comic (und all seine Fortsetzungen) nur noch als DCeased, so der Originaltitel, bezeichnen werde!

Abgesehen davon hat der Autor Tom Taylor mit diesem Werk den Grundstein für eine grandiose alternative Zeitlinie gelegt, weil „Zombies“ und DC Comics zusammenpassen, wie die Faust aufs Auge!


Gruselwusel Kernfakten

Titel: DC-Horror: Der Zombie-Virus
Autor: Tom Taylor
Zeichner: Darick Robertson, Laura Braga, Stefano Gaudiano, Trevor Hairsine
Seiten: 228
Verlag: Panini


Die Justice League schafft es, eine Invasion des dunklen Gottes Darkseid aufzuhalten, aber das ändert nichts am drohenden Untergang der Menschheit. Über den Helden Cyborg gerät ein seltsames techno-organisches Virus auf die Erde, das die Menschen in reißende Bestien verwandelt. Nicht nur verbreitet sich das Virus über das Internet, sondern auch durch Bisse von Infizierten. Die Helden der Welt sammeln sich zur Rettung der verbliebenen Menschen, aber was passiert, wenn selbst die Mächtigsten von ihnen infiziert werden …?

(c) DC Comics/Panini

DCeased macht eigentlich nichts neu, außer dass es, statt im Zombiegenre, im Untergenre der Infizierten angesiedelt ist. Was nun negativ klingt, entpuppt sich jedoch als eine große Stärke des Comics. Nach einem kurzen Prolog wirft sich die Geschichte sofort in eine stetig ansteigende Spannungskurve und nimmt nicht nur äußerst schnell Fahrt auf, sondern geht auch recht schonungslos mit den Helden. Das bedeutet, dass quasi niemand vor einem unrühmlichen Tod und der möglichen Rückkehr als Infizierte geschützt ist.

Das erzeugt nicht nur Spannung, sondern etabliert auch dramatische Elemente, wenn berühmte Helden dem Virus zum Opfer fallen, aber für die Hinterbliebenen keine Chance zum Trauern eingeräumt wird. Nicht nur Helden, sondern auch ein paar Anti-Helden und Superschurken treten auf, müssen aber genauso den harten Überlebenskampf ausfechten.

Erzählerisch kann DCeased also auf ganzer Linie überzeugen, durch eine simple Handlung, deren globale Inszenierung eine stetig ansteigende Spannungskurve ermöglicht. Optisch weiß der Band aber ebenfalls sehr zu gefallen, was an einem relativ großen Team an talentierten Zeichnern liegt, die allesamt schaffen, die Bedrohung durch das Virus glaubhaft zu inszenieren.

Dazu verfügt DCeased über sehr viele starke Bilder, von denen ihr ein besonders ikonisches unter diesem Satz seht.


Zusammengefasst ist DCeased ein wunderbarer Einstieg ins DC’s Zombieapokalypse, der optisch wie erzählerisch zu überzeugen weiß, aber auch vorbildlich eine dichte, düstere Atmosphäre aufbaut. Die Hoffnungslosigkeit der Situation wird glaubhaft etabliert und schwingt unheilvoll durch den gesamten Band. Kurzum eine geniale Geschichte mit starken Zeichenstil und einer vorbildlichen Atmosphäre. DCeased hat sich die Wertung absolut lesenswert definitiv verdient!

Das wars von meiner Seite. Wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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